Geschäftsmodell Cheatsheet

Das Geschäftsmodell ist die Antwort auf die Frage, wie ein Unternehmen funktioniert und wie es (plant) Gewinne zu erwirtschaften.

Ein genaues Verständnis des Geschäftsmodells ist Voraussetzung für eine gute Aktienanalyse. Erst wenn das Geschäftsmodell verstanden wurde, kann es gelingen, positive sowie negative Einflüsse auf den Unternehmenserfolg zu identifizieren.

Durch die Betrachtung des Geschäftsmodells wird das Grundverständnis für das Unternehmen und damit auch für die weitere Aktienanalyse geschaffen. Finanzielle Kennzahlen können nur dann richtig analysiert werden, wenn diese im Kontext des Geschäftsmodells betrachtet werden.

Welche Geschäftsmodelle gibt es?

Die genaue Anzahl an Arten von Geschäftsmodellen ist nicht bestimmt. Jedoch lässt sich festhalten, dass es bis zu 30 verschiedene Arten von Geschäftsmodellen gibt, die man beim Analysieren von Aktien vorfinden kann.

Zudem werden immer wieder neue Geschäftsmodelle erfunden. So haben sich beispielsweise mit der zunehmenden Verbreitung des Internets eine Vielzahl neuer Geschäftsmodelle etabliert.

Beispielhafte Geschäftsmodelle sind der Direktvertrieb, Franchise-Systeme und Werbefinanzierung.

Börsennotierte Unternehmen beschreiben ihr Geschäftsmodell in der Regel auf ihrer eigenen Website sowie in den Geschäftsberichten. Investoren sollten darüber hinaus weitere Quellen hinzuziehen und das Verständnis des Geschäftsmodells gegebenenfalls anpassen.

Interpretation des Geschäftsmodells

Investoren sollten das Geschäftsmodell kritisch hinterfragen. Zum einen sollten sie überlegen, ob die Idee hinter dem Geschäftsmodell tatsächlich gut ist. Zum anderen sollten sie Berechnungen anstellen, ob das zugrundeliegende Ertragsmodell valide ist (sind die kalkulierten Kosten und Erträge realistisch?).

Zur Interpretation kann das Geschäftsmodell mit dem von Konkurrenten verglichen werden. Mögliche Unterschiede sollten dahingehend überprüft werden, ob diese zum Vor- oder Nachteil des analysierten Unternehmens wirken.

Das Heranziehen von Kennzahlen kann dabei helfen die Effizienz des Geschäftsmodells zu beurteilen. In diesem Zusammenhang wird häufig die Bruttomarge verwendet. Diese ist ein Indikator für die Höhe des Umsatzes, wenn zur Herstellung notwendige Kosten abgezogen werden. Der Vergleich von Kennzahlen mit Konkurrenzunternehmen kann damit auf ein überlegenes (oder unterlegenes) Geschäftsmodell hinweisen.

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Wie ist das Geschäftsmodell definiert?

In der Literatur gibt es verschiedene Ansätze, das Geschäftsmodell zu charakterisieren. Eine beliebte Klassifikation ist die Unterteilung des Geschäftsmodells in drei Bestandteile.

Value Proposition

Die Value Proposition ist das Versprechen des Unternehmens, welchen Nutzen es für die Verbraucher schaffen möchte. Auch verstehen viele unter der Value Proposition den Hauptgrund, wieso das Produkt des jeweiligen Unternehmens das beste für den jeweiligen Kunden ist.

Wertschöpfung

Diese Säule des Geschäftsmodells beantwortet vor allem die Frage, wie genau die Value Proposition erreicht werden soll., also wie das Produkt hergestellt wird.

Ertragsmodell

Die letzte Säule des Geschäftsmodells geht der Frage nach, aus welchen Quellen die Erlöse des Unternehmens stammen. Bei Konsumgüterhersteller mag diese Frage sehr einfach zu beantworten sein, da ein Produkt verkauft wird. Allerdings gibt es auch viele Geschäftsmodelle, welche einen Dienst kostenlos anbieten, wie z.B. Google und andere Plattformmodelle, welche ein sehr komplexes Ertragsmodell besitzen können.

Hinweis: Die obigen Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Da Cheatsheets aber ein Thema nur verkürzt wiedergeben können und auch wir Fehler machen können, solltest du dich darüber hinaus immer zusätzlich selbstständig informieren. Falls du der Meinung bist, dass der obigen Text inhaltliche Fehler enthält, kannst du uns das hier mitteilen.

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